Vorbild sein: Wie du es schaffst, dass deine Kollegen dir folgen.

vorbilder_blogSo kannst du ein Vorbild sein

Die liebe Carla vom Blog Mach ich morgen hat mich gefragt, ob ich bei ihrer Blogparade zum Thema Vorbild teilnehmen und etwas zu diesem Thema beitragen möchte. Ich fand die Idee super und bin gerne dabei, denn das ist ein spannendes Thema.

Jeder von uns hat Vorbilder oder zumindest hatte jeder von uns Vorbilder in seiner Kindheit. Ich wollte immer so schnell sein wie Speedy Gonzales. Kennst du den noch? Die schnellste Maus der Welt! Das war aus heutiger Sicht natürlich nicht realistisch, aber dennoch hatte ich ein Vorbild.

Vorbilder ändern sich auch im Laufe eines Lebens und was damals Speedy Gonzales für mich war, sind heute Menschen, die mich mit ihrem Verhalten beeindrucken.

Aber auch du oder ich können ein Vorbild sein.

Was bedeutet Vorbild sein?

Das, was Speedy Gonzales für mich in meiner Kindheit war, ist heute Barbara Schöneberger. Sie ist ein Vorbild. Ich bewundere ihre Art, wie sie auftritt. Ich mag ihre leicht-freche Art, die sie mit Charme kombiniert.

Vorbilder sind Menschen, deren Eigenschaften wir mögen und die wir auch gerne hätten. Daher bewundern wir Menschen mit Eigenschaften, die wir selbst gerne hätten. Sie sind für uns Vorbild, genau so zu werden.

Natürlich müssen wir nicht die komplette Person mögen bzw. alle Eigenschaften, die diese Person ausmacht. Aber wir können uns so verschiedene Eigenschaften unterschiedlicher Personen herauspicken, die wir uns auch aneignen möchten.

Vorbilder stehen für Werte und Bedürfnisse. Sie sind Inspiration und machen uns Mut. Denn auch wir können diese Eigenschaften haben. Wenn diese Person es ist, kann ich das auch.

Vorbilder erfüllen folgende Funktionen:

Sie geben uns Orientierung im Leben, Sicherheit und Motivation.

Wie findest du ein Vorbild für dich?

Die Wahl eines Vorbilds passiert in den meisten Fällen vollkommen unbewusst und manchmal wissen wir gar nicht, dass eine bestimmte Person, die wir sympathisch finden, gleichzeitig auch ein Vorbild für uns ist.

Daher verrät die (unbewusste) Wahl eines Vorbilds auch viel über einen Menschen. Wenn du z. B. deine Kollegin, die besonders kontaktfreudig ist, beneidest – wobei Neid in diesem Sinn nicht negativ gemeint ist – dann könnte es sein, dass du genau diese Eigenschaft auch haben möchtest.

Wichtig ist jedoch bei der Wahl deines Vorbilds, dass dieses Vorbild zu dir und deinem Leben passt. Wenn du nun zwar deine Kollegen um ihre Kontaktfreudigkeit beneidest, du aber eher der introvertierte Mensch bist, dann bringt es nicht viel, dieses Vorbild zu haben. Denn es passt einfach nicht zu dir.

Wenn du introvertiert bist, wirst du auch nie extrovertiert werden. Und das ist auch gut so. Es gibt eben introvertierte und extrovertierte Menschen, und keiner ist besser oder schlechter als der andere.

Suche dir ein Vorbild, das zu dir passt. Wenn du also introvertiert bist und trotzdem gern kontaktfreudiger wärst, dann überdenke zunächst, ob du dich in dieser neuen Rolle wohl fühlen würdest.

Suche dir aktiv ein Vorbild, schau dich um, betrachte deine Mitmenschen. Versuche sie, zu studieren und finde heraus, was es für ein Mensch ist. Passt dieser Mensch zu dir und deinen Werten und Bedürfnissen?

Schau dir seine Eigenschaften genau an bevor du diese in dein Leben integrieren möchtest. Wenn du dann eine Eigenschaft gefunden hast, die auch zu dir und deinem Leben passt und du diese auch haben möchtest, dann herzlichen Glückwunsch. Du hast ein Vorbild gefunden.

Aber Vorsicht: dein Vorbild sollte dir Inspiration sein. Versuche nicht genau so zu sein, wie dein Vorbild. Du bist immer noch du und keine Kopie deines Vorbilds.

Warum es gut ist, auch im Job ein Vorbild zu haben

Du bewunderst deine Kollegin, weil sie immer total gelassen in Stresssituationen reagiert? Du möchtest auch so sein? Kannst du!

Schau dir an, was sie anders macht als du. Und was bringt dich in Situationen, in denen du nicht mehr gelassen bist? Analysiere solche Situationen genau und stelle für dich fest, warum du nicht gelassen reagierst. Frage dich dann, warum deine Kollegin bereits gelassen ist. Frage sie ruhig auch, warum sie gelassener reagiert. Welche Erfahrungen hat sie gemacht? Wie denkt sie über solche Situationen? Indem du dich besser kennenlernst und Situationen analysierst, bekommst du schon ganz schön viele Informationen.

Dann stelle dir wieder eine solche Situation vor, in der du nicht gelassen reagieren würdest. Wie würde deine Kollegin reagieren? Versuche dir alles möglichst bildlich vorzustellen und gehe in deinen Gedanken solche Situationen durch. Überlege dir auch, wie du gerne reagieren möchtest. Und dann versuche es auch konkret umzusetzen. Falls es nicht sofort klappt, keine Bange. Übung macht – wie mit allem – den Meister. Bleibe dran! Ein neues Verhalten lässt sich nicht von heute auf morgen antrainieren. Dafür braucht es Zeit.

Wie du es schaffst, ein Vorbild zu sein

Am Anfang hatte ich es ja schon erwähnt: auch du kannst ein Vorbild sein. Jemand, an dem man sich orientieren kann.

Dafür musst du deine eigenen Werte und Bedürfnisse kennen. Und sie auch konsequent leben. Es ist wichtig, dass du authentisch bist und die Menschen um dich herum wissen lässt, wer du bist und was dich auszeichnet.

Wie sollen sie sich sonst an dir orientieren, wenn du selbst orientierungslos bist?

Du kennst bestimmt das Sprichwort: Was du anderen antust, kommt zu dir zurück. Oder so ähnlich… 😉 Behandle also andere so, wie du gerne behandelt werden möchtest:

  • sei ehrlich
  • sei höflich
  • sei kritikfähig
  • lobe Andere, wenn sie etwas gut gemacht haben
  • helfe Anderen
  • sei pünktlich
  • sei fleißig
  • sei loyal

Um nur einige Eigenschaften aufzuzählen. All das verschafft dir den Respekt deiner Mitmenschen und sie werden anfangen, dir zu folgen.

Überlege auch mal für deinen Job, zu was genau du deine Kollegen motivieren möchtest. Möchtest du z. B., dass dein Kollege dir pünktlich zuarbeitet? Dann sei selbst pünktlich, wenn du an der Reihe bist.

Oder möchtest du, dass dir andere helfen, wenn du in Arbeit erstickst? Dann helfe ihnen vorher auch. Wenn du ihre Hilfe dann benötigst, werden sie gerne aushelfen. Und das nicht, weil du sie fragst, sondern weil sie dir gerne einen Gefallen tun möchten. Denn du warst ja vorher bereits hilfsbereit als sie Unterstützung brauchten.

Natürlich wird es auch immer wieder Kollegen geben, die dir nicht folgen werden, weil sie irgendein Problem haben. Du kennst solche Menschen sicherlich. Energievampire oder machthungrige Menschen… Beispiele gibt es genug. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, dann kannst du das hier und hier nachlesen.

Natürlich wird dir auch nicht jeder Kollege, dem du mal geholfen hast, dir auch helfen. Aber dann vielleicht ein anderer, der dich als hilfsbereiten Menschen kennen gelernt hat.

Die meisten Menschen sind im Grunde ihres Herzen gute Menschen und sind froh, wenn du sie auch so behandelst. Sie werden es dir danken, indem sie dir folgen.

Fazit

Vorbilder zu haben, ist wichtig, da sie dir Orientierung, Sicherheit und Motivation bieten. Ein Vorbild zu sein, ist grandios, weil du andere Menschen inspirieren kannst und du ihnen in deinem Job Gelegenheit gibst, dir zu folgen.

Ich bin gespannt, was du dazu sagst. Wie denkst du über Vorbilder? Welche Vorbilder hast du? Lass es mich wissen. Schreibe mir in den Kommentaren oder gerne persönlich in einer E-Mail.

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2 Kommentare


  1. Hallo Daniela,

    Vielen lieben Dank für deinen Beitrag an der Blogparade.

    Ich denke, in Büros herrschen oft eigene Dynamiken und ungeschriebene Gesetze. Was mich anleitet ist daher, der Vorsatz, dass ich meine Arbeit bestmöglich ausführe und nach bestem Gewissen handle. Machtkämpfe fressen einfach viel zu viel Zeit und man kann diesen aus dem Weg gehen, indem man die Regeln aufbricht und sagt: Nö, ich mach nicht mit.

    Lustigerweise ist meine Beobachtung, dass wenn die Kollegen sehen, dass es auch anders geht, ebenfalls anders handeln.

    Gerade im Beruf ist die Welt eine Art Tauschhandel: Du gibst mir, ich geb dir. Gibste mir nichts, kriegste auch nichts. Leider führ das oft zu Situationen in denen aber niemand was freiwillig hergibt, weil niemand den Anfang macht oder bei den kleinsten Streitigkeiten werden Gefälligkeiten entzogen, typisches Machtspiel eben.

    Mir gefällt das nicht. Daher find ich deinen Beitrag super, der dazu aufruft, bei sich selber anzufangen, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt. Dazu muss man stark sein, aber es lohnt sich.

    Nochmals Danke, liebe Daniela 🙂

    Gruß, Yasemin.

    PS: Schön, dass du den Stempel genutzt hast. Das lässt mein Herz aufgehen <3

    Antworten

    1. Hallo Yasemin,

      es hat riesigen Spaß gemacht, an deiner und Carla’s Blogparade teilzunehmen. Danke für die Gelegenheit.

      Du hast recht, man muss nicht der Masse hinterher rennen, sondern kann auch ausbrechen und „Nö“ sagen. Dazu gehört viel Mut, der sich aber lohnt.

      Und gerne, ich fand den Stempel super, daher ziert er ab sofort meinen Blog. 😉

      LG Daniela

      Antworten

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