Warum du sofort aufhören solltest zu jammern

jammern_blogWarum du sofort aufhören solltest zu jammern

Du bist spät dran. Und ausgerechnet heute Morgen Stau. Oder die Bahn ist dir vor der Nase weggefahren und du musst warten. Du kommst nicht voran. Du ärgerst dich, dass du heute zu spät kommen wirst. Die rennst die letzten Meter ins Büro und kaum, dass du es gesehen hast, fährt ein Auto an dir vorbei. Mitten durch eine Pfütze und wie soll es anderes sein. Du bekommst alles ab. Du bist pitschnass. Mist, warum muss immer dir das passieren.

Kaum auf der Arbeit angekommen, sitzt da deine Kollegin, schlecht gelaunt. Du kannst es ihr schon an der Nasenspitze ansehen. Kaum bist du da, fängt sie auch schon an von ihrem schlechten Wochenende zu erzählen. Wie schlimm ihr Mann ist, nie hilft er ihr bei der Hausarbeit und ständig hockt er nur bei seinen Freunden rum.

Der Kollege, mit dem du dich zum Mittagessen verabredet hast, lästert über seinen Vorgesetzten.  Alle anderen, die am Tisch sitzen, machen munter mit und beschweren sich ebenfalls darüber. Du möchtest das alles nicht hören, lässt dich aber anstecken und jammerst fleißig mit. Auf die böse Welt, den dummen Chef, die unfreundliche Dame an der Kasse im Supermarkt und und und…

Kommt dir das bekannt vor? Bestimmt. Denn ich kenne niemanden, der nicht mal jammert. Aber wie mit allem, was krank macht, muss man auch beim Jammern ein Maß finden, bei dem man nicht übertreibt.

Warum jammern wir überhaupt?

Weil wir es können. Und weil wir es gelernt haben. Jammern gehört schon fast zum guten Ton. Es schweißt zusammen und verbindet uns mit Menschen, die die gleichen Probleme haben wie wir.

Aber warum verspüren die einen einen stärkeren Drang ständig zu jammern und andere nicht?

Das kommt ganz darauf an, welchen Umgang wir mit Jammern gelernt haben. Haben unsere Bezugspersonen schon immer gejammert oder eher nicht. Wir lernen durch Nachahmen, auch das Jammern wurde uns vorgelebt.

Außerdem haben wir gelernt, dass wir mit Jammern Aufmerksamkeit erlangen. Wir bekommen Mitleid und Zuneigung. Warum also sollten wir nicht jammern? Es ist doch toll, wenn wir Aufmerksamkeit und Zuneigung erhalten. Oder?

Das stimmt. Aber ist es nicht schöner, Aufmerksamkeit und Zuneigung zu erhalten, ohne dafür etwas leisten zu müssen? Und dazu gehört auch Jammern. Zuerst jammern wir und dann erhalten wir unsere Belohnung. Puh, aber so sind wir ganz schön abhängig vom Jammern. Dabei macht Jammern auch krank und lässt dich nicht gerade als positiv eingestellte Person da stehen. Überlege mal, ob es das dir wert ist.

Welche Nachteile hat es, wenn wir ständig jammern?

Beim Jammern konzentrieren wir uns nur auf das Negative, alles schlechte. Und all das, worauf wir uns konzentrieren, verstärkt sich auch. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, ziehen wir noch mehr in unser Leben. Das besagt auch das Gesetz der Anziehung, zu dem ich hier meine Gedanken aufgeschrieben habe.

Wir verharren in der Opferrolle und übernehmen keine Verantwortung für unser Leben. Wir legen unser Leben in die Hände anderer und können nicht selbstbestimmt leben.

Wir suchen nicht nach Lösungen und arbeiten aktiv daran, dass unser Leben besser wird.

Jammern ist passiv. Soll sich nichts an deinem Leben ändern? Dann jammere einfach weiter.

Aus dem Jammerkreislauf auszusteigen hat Vorteile

Du arbeitest aktiv daran, dein Leben zu verbessern und wirst dadurch einfach glücklicher.

Du hast definitiv mehr Spaß am Leben als die ganzen miesepetrigen Zeitgenossen, die ihr Leben nur mit Jammern verbringen und an ihrem Zustand auch nichts ändern wollen.

Außerdem verbessern sich deine Beziehungen im Leben, egal, ob es die zu deinem Partner ist. Deine Beziehung zu deinen Kollegen oder deiner Familie oder deinen anderen Mitmenschen.

Du bist Vorbild für andere, an denen sie sich orientieren können.

So steigst du aus dem Teufelskreis des Jammerns aus

Ertappst du dich wieder dabei, dass du jammerst oder bei deinen Mitmenschen mitmachst? Dann sage dir bewusst STOPP und versuche folgende Schritte, um aus dem Teufelskreis auszusteigen:

  • Lenke deine Gedanken bewusst auf positive Gedanken.
  • Ändere deine eigene Einstellung, indem du bewusst nach Lösungen suchst.
  • Meide Menschen, die ständig jammern und dich runterziehen.
  • Lenke bei Gesprächen mit anderen auf positive Themen um. Übernehme die Gesprächsführung.

Fazit

Jammern tut zwar ab und zu gut und verbindet dich auch mit anderen Menschen und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Auf Dauer schadest du dir damit aber mehr als dass es hilft.

Es hindert dich daran, ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu führen. Möchtest du dein Leben allerdings besser machen, lenke deine Gedanken und die der anderen auf positive Themen und meide Menschen, die ständig jammern. Denn das zieht dich nur runter und hilft dir langfristig überhaupt nicht.

Die 7-Tage Challenge für eine jammerfreie Zone

JammerfreieZone_KarinWess.com_-300x243Machst du mit?

Dieser Artikel ist entstanden, da ich von den Anti-Jammer-Tagen von Karin Wess gehört habe. Sie ruft innerhalb ihrer 21-Tage-Challenge dazu auf, 7 Tage lang nicht zu jammern, sondern bewusst dagegen zu steuern. Machst du mit? Hältst du es durch, 7 Tage lange nicht zu jammern?

Ich mache ebenfalls mit und bin auch gespannt, wie ich mich schlage. Denn auch ich bin natürlich nicht frei davon, zu jammern.

Halten wir es gemeinsam durch, 7 Tage lang gar nicht zu jammern?

Halte mich auf dem Laufenden, wie es dir dabei geht. Melde dich einfach über die Kommentare oder schreibe mir eine Nachricht.

Auf geht’s! Die Challenge startet ab jetzt. 🙂

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9 Kommentare


  1. Ooooh, 7 Tage können lang sein! Ich bin dabei! Und ich bin gespannt, wie ich mich schlage 🙂
    Super Anregung, Daniela, danke!
    Liebe Grüße
    Martje

    Antworten

    1. Ja, das ist tatsächlich eine lange Zeit. Aber ansonsten wäre es ja auch keine Challenge. 😉 Viel Spaß und halte mich auf dem Laufenden, wie es gelaufen ist. 🙂

      Liebe Grüße
      Daniela

      Antworten

  2. Ich mache auch mit bei den Anti-Jammer-Tagen. Das habe ich mir, ehrlich gesagt, einfacher vorgestellt. Es ist schon erstaunlich, wie oft ich mich doch beim Jammern ertappte seit ich bewusst darauf achte.

    Dabei kann ich es selbst nicht leiden, wenn Andere ständig am Jammern sind und halte mich für einen ausgesprochen positiv denkenden Menschen.

    Nun bin ich bei Tag 3 und inzwischen bin ich weitgehend jammerfrei 🙂

    Liebe Grüße
    Christine

    Antworten

    1. Schön, dass du weitgehend jammerfrei bist. 😉 Ich war auch erstaunt, wie oft ich mich dabei ertappt habe. Sich dessen bewusst zu sein, ist aber schon der erste Schritt zu einer jammerfreien Zeit. Was ich auch (wieder) festgestellt habe: es ist so wichtig, andere Menschen, die viel jammern, zu meiden. Es lässt sich viel einfacher nicht jammern, wenn niemand mitmacht. Die „Ansteckungsgefahr“ ist viel höher, wenn andere auch jammern.

      In diesem Sinne: weiter so. Die Challenge ist noch nicht vorbei. 😉

      Danke, dass du mitmachst, Christine. 🙂

      Antworten

  3. Die Idee für den Artikel finde ich wirklich gut – denn Menschen jammer sehr, sehr viel – mich eingeschlossen 😛

    Aber es ist schade, dass du dei Beispiele vom Anfang nicht in den Lösungen fortführst. Ich finde das effektiver, weil man sieht, wie sie angewendet werden 🙂

    Btw. Ich finde dein Projekt schön, aber die drei Newsletter-Pop-ups, die mich von oben, von der Seite und unter dem Artikel anlächeln, sind etwas zuviel des Guten 🙁

    #Kommentiertag

    Antworten

    1. Hallo Evy, danke für deinen Kommentar. 🙂

      Pauschale Lösungen für individuelle Menschen und Situationen finde ich immer schwierig, aber in diesem Fall ist es ganz einfach. Wenn deine Kollegen zuviel jammern und du nicht mitmachen möchtest, dann meide sie. Suche dir andere Kollegen, mit denen du Mittagessen gehen kannst. Wenn das nicht funktioniert oder du eine jammernde Kollegin im Büro hast, dann würde ich versuche, das Gespräch auf etwas positives umzulenken. Funktioniert das auch nicht, weil deine Kollegen chronisch jammern möchten, würde ich – je nach Situation – versuchen, deine Kollegen darauf anzusprechen. Das würde ich aber von der Situation und von dem Verhältnis, das ihr beide habt, abhängig machen.

      Am Ende entscheidest immer du, welche Lösung für dich funktioniert.

      Danke auch für deinen Hinweis zu den Pop-ups. Ich weiß, Pop-ups können nervig sein. 😉 Ich gehe mal in mich und denke darüber nach, ob ich die nicht ein wenig einschränke.

      Viele Grüße Daniela

      Antworten

  4. Liebe Daniela, dein Blogartikel spricht Wahres! Jede/-r kann in diesen Teufelskreis gezogen werden, und deshalb ist es wichtig diesen zu enttarnen und sich selbst vor den Auswirkungen zu schützen.
    Besonders gefallen mir deine Tipps zur ‚Jammerfreien Zone‘. Vielleicht starte ich sogar den Versuch 7 Tage lang nicht zu jammern. 😉 Falls ja, werde ich dir davon berichten.
    LG, Flora

    Antworten

    1. Liebe Flora,

      es lohnt sich bestimmt, mitzumachen. 😉 Mir ist dabei mehr als bewusst geworden, wie oft ich doch jammere, ohne das eigentlich aktiv mitzubekommen. Würde mich freuen, wenn du mitmachst. 😉

      LG Daniela

      Antworten

  5. Hallo Daniela,
    super Idee mit der Anti-Jammer-Challenge 😉 Ich bin mir sicher, man ertappt sich das ein oder andere Mal dabei, wie sehr man sich selbst die Laune vor lauter Jammern vermiest… Auch ich kenne diesen Teufelskreis! Sicherlich tut es mal gut sich Frust von der Seele zu reden aber zum Dauerzustand darf das nicht werden.

    Wie du in deinem Artikel schreibst, ziehen einen dauerjammernde Menschen immer ein Stück weit runter. Das tut der eigenen Seele nicht gut. Was natürlich nicht heißen soll, dass man nicht für Menschen da ist die wirklich eine schlimme Zeit durchmachen.

    Eine gute Zusammenfassung deines Artikels bietet der bekannte Spruch:
    „Ich wünsche dir: Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst, den Mut, Dinge zu ändern die du ändern kannst, und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.“

    Danke für den gelungenen Artikel und den Aufruf gegen das Dauerjammern, das einem von einem selbstbestimmten Leben abhält.

    Viele Grüße
    Jenny

    Antworten

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