Wie du dich im Büro gegen Machtspiele der Frauen wehrst

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So gut wie jeder ist davon betroffen. Die Deutsche Bahn bzw. die GDL hat letzte Woche wieder einmal gestreikt und alle machten mit – freiwillig und die meisten wohl unfreiwillig. Auch du?

Falls du davon betroffen warst und deinen Chef auf Reisen mit der Deutschen Bahn geschickt hast, hast du bestimmt jede Menge zu tun gehabt, um deinen Chef doch noch an das Ziel seiner Reise zu bekommen. Wie ärgerlich! Und das nur, weil ein gewisser Herr seine Macht ausspielen möchte.

Ja. Hier geht es um Machtspiele. Wie sie jeder kennt, der im Büro arbeitet und mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun hat.

Aber was sind eigentlich Machtspiele? 

Machtspiele sind die vielen kleinen und großen Methoden, mit denen in einem Unternehmen oder einer Organisation Macht aufgebaut und eingesetzt wird. Das ganze wird auch unter dem Begriff Mikropolitik zusammengefasst und wurde erstmals von dem deutschen Psychologen Oswald Neuberger geprägt, der sich damit ausgiebig beschäftigt.

Im Grunde versteht man darunter, dass Mitarbeiter in Unternehmen ihre Eigeninteressen konsequent verfolgen und somit soziale Strukturen und menschliche Verhältnisse mit gestalten.

Diese mikropolitischen Prozesse existieren gerade am besten in solchen Unternehmen, in denen es keine klare Struktur gibt, die durch die Führungsriege vorgegeben werden sollte.

Außerdem existiert in solchen Unternehmen häufig keine kontrollierende Instanz (jeder kann machen, was er will, ohne dass es Konsequenzen hat) oder ein klares Ziel für das Unternehmen fehlt.

Es liegt auf der Hand, dass alle machtbewussten Mitarbeiter dies für ihre eigenen Ziele nutzen und sich möglichst gut positionieren wollen.

Jeder, der bei Machtspielen nicht mitmacht, geht unter. Das kling hart, ist aber so. Daher ist es gerade in Organisationen und Unternehmen, in denen es starke mikropolitische Prozesse gibt, besonders wichtig für den Einzelnen, mitzuspielen und sich durchzusetzen.

Das heißt natürlich nicht, dass ich dich zu rücksichtslosem Verhalten (das assoziuerst du vielleicht mit Machtspielen) animieren möchte, aber es ist gerade auch für deine eigene psychische und physische Gesundheit wichtig, dass du Machtspiele erkennst und weißt, wie du damit umgehen kannst.

Keine Bange. Dabei helfe ich dir.

Hier kommen typische Machtspiele der Frauen, die ich aus eigener Erfahrung mit einer Kollegin kenne.

Die Glucke

Auffallend oft, gerade am Anfang unserer Zusammenarbeit, versuchte sie bei Gesprächen, die ich mit anderen Kollegen führte, zuzuhören und einzugreifen sowie ihre Meinung zu sagen und das obwohl sie nicht gefragt wurde.

Sie konnte auch nicht akzeptieren, dass es eine andere Art und Weise gibt, auf die ich meine Arbeit erledigte, ständig wollte sie mir erzählen, wie man es (nach ihrer Ansicht) besser macht.

Was lieb gemeint klingt (Kann ich dir denn helfen?), ist es leider nicht. Weil auf diese Art und Weise versucht wird, dem anderen seine Auffassung überzustülpen und somit klein zu halten.

Was auch ganz typisch ist, wenn eine Kollegin dich ständig in irgendwelche Tratschgeschichten hineinziehen will. Das hilft dir erstens gar nicht und zweitens ist dies nur eine vorgetäuschte Vertrautheit, die aufgebaut werden soll.

Dieses „Ich meine es ja nur gut“ ist nicht echt und soll nur dazu dienen, dich klein zu halten. Dieser Typ von Frau bemuttert andere gerne und sieht dich damit als kleines Kind an, das es zu bemuttern gilt und dessen Entwicklung gehindert werden soll.

Dieses Machtspiel bezweckt, dass die Bemutternde sich gebraucht und unersetzlich fühlt. Ohne sie geht nichts, sie kann und weiß alles besser und ihre Konkurrentin wird so auf ein Abstellgleis gestellt.

Jetzt noch mal kurz zusammengefasst:

Wie erkennst du die Glucke? 

  1. Sie mischt  sich ungefragt in dein Aufgabengebiet ein.
  2. Sie redet gerne bei Gesprächen dazwischen, um ihre Tipps und Ratschläge anzubringen.
  3. Sie sagt dir, wie man etwas am besten macht, nämlich so, wie sie es denkt.
  4. Sie erzählt dir ständig irgendwelche unnötigen Informationen.

So wehrst du dich gegen die Glucke.

  • Überprüfe dein eigenes Verhalten.

    Bist du unsicher und lässt es dir vielleicht anmerken? Kannst du Blickkontakt zu anderen schwer halten? Beklagst du dich vielleicht über deine Aufgaben und sagst sogar, dass du sie nicht schaffst? Dies bietet optimalen Nährboden für die Glucke. Achte also auf dein eigenes Verhalten!

 

  • Blocke Hilfeversuche der Glucke ab.

    Sei klar und deutlich und sage der Glucke, dass du ihre Hilfe nicht benötigst und deine Aufgaben alleine schaffst. Du darfst das gerne nett und freundlich verpacken, aber deine Botschaft sollte klar sein.

 

  • Keine Diskussionen

    Lasse dich nicht auf Gespräche, Rechtfertigungen und Diskussionen ein. Sei mutig und stark und lass dich nicht verunsichern. Auch wenn das schwer ist und du innerlich unsicher bist. Lass es dir nicht anmerken und trainiere notfalls dieses Verhalten und dein „Pokerface“ zuhause mit einer Freundin oder einer Kollegin, der du vertraust.

 

  • Bleibe hartnäckig

    Die Glucke wird sicherlich versuchen, ihre Machtposition trotzdem zu stärken und ihr Spiel weiterhin zu spielen. Bleibe hartnäckig, auch wenn dir die Glucke ein schlechtes Gewissen einreden will („Ich wollte dir doch nur helfen.“).

Jetzt kennen wir also die Glucke, dabei gibt es noch weitere Machtspiele, die gerne von Frauen angewendet werden.

Die Bewertung

Dieser Typus Frauen, die dieses Machtspiel anwenden, zielt darauf ab, dich herabzusetzen, zu verunsichern und bei Kollegen in ein negatives Licht zu rücken. Auch hier hatte ich eine Kollegin, die zwar nicht mich persönlich angegriffen hat, aber dafür andere.

Sehr häufig fiel ganz nebenbei in Gesprächen eine Bewertung über einen anderen Kollegen. „Über seine Arbeitsmoral möchte ich am liebsten gar nichts sagen“, lautete einer ihrer Lieblingssprüche.

Unterschwellig versuchte sie so andere Kollegen zu beeinflussen und den entsprechenden Kollegen, der gerade bewertet wurde, in ein schlechtes Licht zu rücken und herabzusetzen.

Oft wird dieses Machtspiel aber auch im direkten Gespräch angewandt. (z. B. „Sie haben das und jenes zu Kollege XY gesagt, ich hätte das ja nicht so gesagt.“)

So wehrst du dich gegen die Bewertungsattacken

Biete keine Angriffsfläche

Alles, was dich verunsichert oder Situationen in denen du wenig Selbstbewusstsein zeigst, nutzt die Bewertende aus. Arbeite daher an deinem Selbstbewusstsein und trete entsprechend auf.

 

Trainiere deine Schlagfertigkeit

Denke an Situationen, in denen dich die Kollegin bisher bewertet hat und überlege dir, wie du im Nachhinein darauf hättest reagieren können. Überlege dir vielleicht auch, welche Situationen noch kritisch sein könnten und trainiere vorher, welche Sprüche du entgegnen könntest.

 

Nicht ernst nehmen

Verdeutliche dir, dass die Bewertende ein Problem mit sich selbst hat und meistens selbst unsicher ist. Unfairerweise kompensiert sie das mit Machtspielen. Dabei ist es egal, wen sie damit treffen kann. Du bist also zunächst einmal nicht persönlich gemeint. Sie nutzt nur die Schwächen der Menschen aus, die sie umgeben, um sich selbst dadurch in ein besseres Licht zu rücken. Wenn du das realisiert hast, kannst du entspannter damit umgehen.

Ich hoffe, ich konnte dir hiermit ein wenig weiterhelfen und Unterstützung leisten. Welche Art von Machtspiel kennst du noch? Ich freue mich, wenn du es mir mitteilst.

Wenn dir der Artikel geholfen hat, empfehle ihn doch deinen Kolleginnen.

Im nächsten Artikel werde ich noch ein wenig mehr zu Machtspielen schreiben. Dieses Mal, welche Machtspiele Männer gerne spielen. Wenn du nichts verpassen möchtest, dann melde dich zu meinem Newsletter und erfahre als erstes, welche Machtspiele es noch gibt und wie du damit umgehst.

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