Wie du dir fehlende Anerkennung im Job zurückholst

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Tagelang habe ich an der Planung für diese Reise gesessen und nun das! Wie konnte er das nur tun? Versteht er eigentlich, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie viel Mühe ich mir gegeben habe? Ich war frustriert!

Mein Chef hatte eine Auslandsreise nach China zu einer Messe vor und meine Aufgabe bestand darin, die Reise zu organisieren, also Flüge und Hotel buchen, Visum beantragen, mit den Kollegen aus China abstimmen, wie die Agenda für den Besuch auszusehen hat und welche Geschäftspartner besucht werden müssen. Das übliche eben, du kennst das.

Alles war schon so gut wie fertig geplant und jeder stellte sich darauf ein, meinen Chef in China zu begrüßen. Und dann das!

Der Frust war groß!

Er sagte die Reise ab!

Alles umsonst! Die ganze Arbeit für den Papierkorb. Die ganze Zeit, die ich dafür aufgebracht habe, alles zu organisieren. Futsch! Wie ärgerlich.

Und ich ärgerte mich, über meinen Chef. Weil er meine ganze Arbeit zunichte gemacht hat und sich noch nicht einmal dafür bedankt hat, dass ich mir so viel Mühe gegeben habe. So als wäre nichts passiert ging er zum Tagesgeschäft über.

Und ich ärgerte  mich über mich selbst. Weil ich mich davon aus der Bahn werfen ließ. Ich ärgerte mich, weil ich mich ärgerte.

Ärgern bringt nichts

Geht es dir auch so? Du gibst dein Bestes und dann gibt es niemanden, der dich dafür anerkennt? Ich kann gut nachvollziehen, wenn dich das auch ärgert. Fehlende Anerkennung im Job frustriert.

Dabei ist sich ärgern der falsche Weg, weil man dadurch nur noch mehr in eine Spirale gerät, aus der es immer schwieriger wird auszubrechen.

Fange heute am besten damit an, aus der Spirale auszubrechen. Und du wirst sehen, dass dein Leben leichter und einfacher wird, v. a. wirst du unabhängiger von anderen und deren Meinungen und kannst dir selbst Anerkennung schenken. Denn es ist absolut nicht wichtig, was andere von dir denken und wie sie deine Arbeit beurteilen.

Was denkst du über dich?

Wichtiger für dich sollte sein, was DU von dir denkst und wie du dir Anerkennung schenken kannst. Und warum? Weil du es anderen nie immer recht machen kannst. Es wird immer jemanden in deinem Leben geben, dem du es nicht recht machen kannst. Also warum sich damit das Leben schwer machen, es anderen recht zu machen, wenn du doch die einzige bist, der du es recht machen solltest und kannst?

Wie kannst du also nun aus der Spirale ausbrechen?

Lerne dich selbst kennen und finde heraus, wer du bist, was du magst und was du gut kannst. Überlege dir in Situationen, die dich ärgern, warum das so ist. Und lerne daraus. Reflektiere über dich selbst und so wirst du den richtigen Weg für dich finden. Lerne, gelassener zu sein.

Ok, das hört sich zwar gut an, aber wie stellst du das an, gelassener zu werden?

Zu allererst solltest du dir klar werden, dass jeder Mensch in seiner eigenen Welt lebt, seine eigene Sicht auf die Welt hat.

Hier kannst du nachlesen, was es bedeutet, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt.

Wenn du verstehst, dass jeder eigene Erfahrungen gemacht hat und daher auch Situationen anders beurteilt als du vielleicht in der selben Situation, dann hilft dir das, gelassener zu werden. Wie würdest du reagieren, wenn du überzeugt von etwas bist und jemand anderes will dich vom Gegenteil überzeugen? Sagst du sofort ja, du hast recht? Natürlich nicht, du versuchst zu überlegen, ob die Argumente des anderen stimmig für dich sind und falls diese mit deinen Werten und Erfahrungen überein stimmen, wirst du ihm recht geben. Und falls nicht, eben nicht.

4 Tipps um gelassener zu reagieren

Was tun, wenn du aber noch nicht soweit bist, dass du gelassen reagieren kannst und du dich über eine Situation ärgerst?

  • Warte zunächst ab, bis sich deine Emotionen abgekühlt haben.
  • Gespräch mit dem Chef suchen und sachlich bleiben.
  • Äußere keine verallgemeinernde Kritik, sondern erzähle aus der „Ich-Position“.
  • Vermeide Vorwürfe.

Du bist für dein Leben verantwortlich

So hast du das Heft in der Hand und bestimmst aktiv dein Leben anstatt dich über das Verhalten anderer zu ärgern. Sich nur zu ärgern bedeutet, in der Opferrolle zu verharren und das willst du ja nicht. Du willst dein Leben selbstbestimmt führen.

Sachliche Kritik hat auch nichts mit Jammern zu tun. Jammern machen nur die Menschen, die gerne in der Opferrolle bleiben wollen, ob nun bewusst oder unbewusst. Daher ist es wichtig, sich darüber bewusst zu werden, dass nur du für dich und dein Leben verantwortlich bist.

Übernehme Verantwortung für dich

Du wirst sehen, dass dadurch dein Selbstbewusstsein steigen wird und deine Ausstrahlung dementsprechend ist. Aus diesem Gefühl heraus brauchst du die Anerkennung Anderer nicht, du gibst sie dir selbst!

Zum Leben gehört Licht und Schatten und so wird es auch nicht ausblieben, dass du Frustrationen im Job erleben wirst. Das ist normal und gehört dazu. Wichtig ist es, dass du für dich dann eben einen Ausgleich im privaten Leben schaffst. Suche dir ein schönes Hobby, das dich ausfüllt oder unternehme etwas mit netten Freunden, die dich mögen so wie du bist. Das gibt dir Kraft für die Schattenseiten im Leben und im Job.

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