Wie du Energieräuber ausschaltest

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Sie hat es schon wieder getan! Und wieder ist ihr jemand in die Falle gegangen. Der arme Kollege wurde auserwählt, ihr Aufmerksamkeit zu geben. Das, was sie am nötigsten braucht.

Zugegeben: es ist nicht schön, wenn man ein körperliches Leiden hat. Aber es ist anstrengend für andere Menschen, dieses körperliche Leiden (wenn es nicht lebensgefährlich ist) ständig bemitleiden zu müssen. Meine Kollegin hat das Talent, andere ständig darauf aufmerksam machen zu müssen, damit sie im Mittelpunkt stehen kann.

Kennst du auch solche Menschen, die andere brauchen, um sich dort Energie zu holen, um sich so besser zu fühlen? Diese Energieräuber gibt es überall. Ich zeige dir heute, wie du Energieräuber ausschaltest.

So erkennst du Energieräuber

Es gibt Kollegen oder Chefs, die rauben dir den letzten Nerv und saugen dir sämtliche Energie ab, sobald du in deren Gegenwart bist. Diese sog. Energievampire sind überall, sei es nun eine Freundin, die dauernd nur von ihren Problemen im Job oder dem Partner erzählt, ohne zu fragen, wie es dir geht oder sei es die Kollegin, die sich ständig über irgendetwas beschwert, aber ohne an Lösungen interessiert zu sein. Oder der Partner, der dir das Gefühl gibt, es ihm nie recht machen zu können.

Die Liste ist lang… Eines haben alle diese Energievampire gemeinsam, du fühlst dich in ihrer Gegenwart unwohl, erschöpft oder gereizt. Energievampire sind häufig Menschen, die in irgendeiner Weise verletzt wurden und ihre eigene Unsicherheit oder Schwäche damit kompensieren, indem sie die Energie anderer absaugen.

6 Typen von Energieräubern

Energieräuber stehen alle gerne im Mittelpunkt, denn dort erhalten Sie Aufmerksamkeit und diese brauchen sie, um sich selbst besser zu fühlen und ihren eigenen Mangel an Lebensenergie auszugleichen. Hier eine kleine Auswahl.

  • Der Jammerer

Er beschwert sich über alles und jeden und die ganze Welt behandelt ihn schlecht, so meint er. Für ihn sind alle anderen schuld an seiner eigenen Misere. Er nimmt gerne die Opferhaltung ein und fragt andere um Hilfe. Die will man auch gerne leisten, bis man bemerkt, dass der Jammerer gar nicht an einer Verbesserung der Situation interessiert ist.

  • Der Nörgler

Dem Nörgler kann man es nie recht machen und ständig redet er anderen Schuldgefühle ein. Nichts und niemand ist ihm gut genug.

  • Der Narzist

Der Narzist macht alles um im Mittelpunkt zu stehen und nutzt dafür andere, die ihn bewundern oder bemitleiden sollen. Hauptsache sie stehen im Mittelpunkt und alles dreht sich um ihre Bedürfnisse.

  • Der Kontrollfreak

Der Kontrollfreak weiß alles besser und muss jedem ungefragt tolle Ratschläge erteilen. Er ist ein Perfektionist, dessen Maßstäbe niemand erfüllen kann. Menschen fühlen sich in seiner Gegenwart immer minderwertig, denn gegen so viel Perfektionismus kommt keiner an.

  • Der Gespaltene

Der Gespaltene kennt nur weiß oder schwarz, etwas dazwischen existiert nicht. Für den Gespaltenen bist du entweder die beste Freundin oder der schlimmste Feind. Kritik verträgt dieser Typ gar nicht. Und solltest du es trotzdem einmal wagen, Kritik an ihm zu üben, kannst du dich darauf gefasst machen, dass du zur Nummer 1 Feindin ernannt wirst.

  • Der Gestresste

Der Gestresste hat ein dramatisches Leben, ständig ist er in irgendwelche Katastrophen verwickelt und verbreitet nur Hektik und nervt andere mit seiner Hysterie.

Jetzt können aber nicht nur Menschen Energie rauben, sondern auch der Job.

Immer dann wenn du keine Wertschätzung oder Respekt für deine Arbeit erhältst und an dich nur Forderungen gestellt werden, ohne dass du als Mensch wahrgenommen wirst.

Gerade im Sekretariat wird immer gerne gefordert, dass du viele Dinge gleichzeitig machen sollst. Da ist der Chef der aus seinem Büro nach Kaffee schreit und das Telefon, das gleichzeitig klingelt und ganz nebenbei hast gerade auch noch die Reisekostenabrechnung für deinen Chef gemacht.

Natürlich sollst dabei immer nett lächeln und gute Laune verbreiten. Das kostet enorm viel Kraft. Und wenn dein Chef zwar selbst sehr gerne Aufmerksamkeit erhält, dir aber nie den Rücken stärkt und dich nie für deine Arbeit lobt, dann schwindet deine Energie.

Wie stoppst du das?

Indem du deine Grenzen kennst und diese klare kommunizierst. Dazu gehört es auch, Nein zu sagen. Hier erfährst du mehr darüber.

Wir müssen nicht alles sofort und gleichzeitig erledigen, dafür sind wir nicht geschaffen und macht uns auf Dauer krank. Und wir müssen auch keine Menschen als Energieräuber akzeptieren, sondern auch Ihnen ein Nein entgegenbringen.

Der Umgang mit solchen Menschen macht uns dann fertig, wenn wir glauben, wir können an dieser Situation nichts ändern, weil diese Ausweglosigkeit als Energieleere empfunden wird.

Leg die Opferrolle ab und übernehme Verantwortung für dein Leben.

Du musst nichts akzeptieren, was dir missfällt. Wie heißt es so schön, es gibt immer jemand, der macht und jemand, der es zulässt. Erkenne deine Grenzen und setze sie eindeutig, so dass jeder erkennt, wo deine Grenzen sind.

Dazu gehört eine große Portion Mut und sicherlich ist es nicht einfach, aber die Mühe lohnt sich und du wirst sehen, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn du selbstbestimmt dein Leben führst. Wie du mutiger wirst, kannst du hier weiterlesen.

Fazit

Love it, change it or leave it!

Du hast drei Möglichkeiten, dein Leben zu steuern. Entweder du bist mit der Situation einverstanden und akzeptierst sie so ist wie sie ist. Oder du versuchst es zu ändern oder du verabschiedest dich aus dieser Situation und sorgst so dafür, dass du dein Leben so führen kannst, wie du es dir vorstellst.

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5 Kommentare


  1. Liebe Daniela,
    super Artikel! Beim Lesen über die verschiedenen Typen hatte ich gleich ein paar Personen im Kopf…
    Ich denke, Grenzen setzen und nein sagen zu können ist super wichtig! Denn jedes Nein zu anderen ist auch immer ein Ja zu dir selbst!
    Liebe Grüße
    Martje

    Antworten

    1. Liebe Martje, danke für deinen Kommentar. Das stimmt, ein Nein anderen gegenüber ist immer auch ein Ja zu sich selbst. Viele trauen sich nicht, Grenzen zu setzen, weil sie meinen, andere damit vor dem Kopf zu stoßen und sich unbeliebt zu machen. Dabei vergessen sie dann die Selbstliebe für sich. Ohne Selbstliebe kann ich aber keine anderen Menschen lieben. Daher sollte man immer erst für sich selbst sorgen und dann anderen helfen. LG Daniela

      Antworten

  2. Danke, einer von sehr wenigen wirklich hilfreichen Artikeln zu diesem Thema.
    Ich habe eine narzisstische Mutter habe viel Mitgefühl, aber ich bleibe immer auf der Strecke so dass ich mich immer am Ende wie ein Opfer fühle und auf der Stelle stehe. Dann werde ich wütend und schade mir selbst damit. Ich habe Schwierigkeiten mit dem Grenzen setzen, da mir als Kind es nicht erlaubt war meine Grenzen auszutesten.
    Deshalb habe ich immer Schwierigkeiten damit. Danke. Mir wird immer gesagt, aber sei doch empathisch, die arme Person, der geht es schlecht habe Mitgefühl. Aber das hatte ich doch mein ganzes Leben lang, habe mich selbst nur dabei vergessen. Vielen Dank. Es hat mir sehr geholfen. Sylwia

    Antworten

    1. Hallo Sylwia,

      freut mich sehr, dass dir meine Worten helfen. Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Mir ging es ähnlich und daher weiß ich, in welchem Zweispalt man auch manchmal steckt.

      Es gibt jedoch einen fantastischen Satz und der beweist sich immer wieder als wahr: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Und niemand anderes. Wenn es dir nicht gut geht, kannst du auch für andere kein Vorbild sein oder sie unterstützen, dass es ihnen gut geht.

      Kennst du die Situation im Flieger, wenn die Sauerstoffmasken herunterfallen? Ich hoffe, du hast das noch nicht live erlebt. 😉 Aber mal angenommen: Wem solltest du als erstes helfen, die Maske überzuziehen? Genau. Dir selbst. Und dann kommen die anderen.

      Ich wünsche dir alles Gute.

      LG Daniela

      Antworten

      1. Ja danke, dass stimmt.
        Ich denke noch heutzutage würde ich die Maske an meinen Nachbarn weitergeben, und würde darauf warten bis die Maske an mich weitergereicht wird und so wie ich mich kenne, sie würde mir nie weiter gereicht werden. Man würde die Maske für sich behalten.
        Ich war schon immer die Gebende und Ausgleich gab es wenig.
        Ich muss tatsächlich lernen auf mein Bauchgefühl zu hören, wann Geben in Ordnung ist und wann es auch genug ist, diese Grenzen sind bei mir immer noch nicht deutlich, weil mir Grenzen setzen als Kind verboten wurde, nach dem Motto: Kind du hast nicht zu widersprechen, sei nicht so frech und Kind war ruhig. 😉
        Ein Nein, zu dem, was mir nicht mehr dient ist ein JA zu meiner tiefsten inneren Wahrheit. Das hilft mir immer wieder.

        Liebe Grüße Sylwi

        Antworten

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