Wie du mit deinem 9to5 Job glücklich wirst

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Wie du mit deinem 9to5 Job glücklich wirst

Tanja von Reiseaufnahmen hat zu einer Blogparade zum Thema Glückssuche: 9to5 leben oder den Job kündigen und ab in die Welt aufgerufen. Kann man mit seinem 9to5 Job glücklich werden? Ich meine ja.

Glückssuche 2.0 – wer ist dabei?

Hand aufs Herz: wer hat nicht schon mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen, dem Chef Tschüß zu sagen und auf und davon zu ziehen. Hinein in die große weite Welt, etwas erleben, etwas von der Welt sehen, raus kommen?

Siehst du. Ich auch. In meiner Schublade schlummern auch schon diverse Plan B’s, was ich mit meinem Lottogewinn alles anfangen möchte. Klar, möchte ich am liebsten die ganze Zeit die Welt bereisen und nur das machen, was mir 100 %-ig Spaß macht. Wer nicht.

Aber hey, ich warte jetzt schon 20 Jahre auf meinen Lottogewinn. Also doch zurück zu Plan A und ganz „normal“ seine Brötchen in einem öden Bürojob verdienen.

Moment mal. Wieso eigentlich öde. Ich mag meinen Job. Wieso soll ich mich von dem allgemeinen Hype der digitalen Nomaden denn anstecken lassen? Wieso soll ich mir einreden lassen, dass mein Job öde wäre? Und nur wenn ich alles hinschmeiße und hinaus in die Welt ziehe oder mich im Internet selbstständig mache, werde ich glücklich?

Blödsinn!

Natürlich kann ich in meinem 9to5 Job glücklich sein. Dazu muss ich mich nicht selbstständig machen oder als digitaler Nomade durch die Welt ziehen. Ich kann auf die Glückssuche 2.0 getrost verzichten.

Ich brauche eine gewisse Routine in meinem Leben. Ich möchte heute wissen, was ich morgen mache und ich möchte mir keine Gedanken darüber machen, wie ich morgen an Kunden komme, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mein Gehalt kommt regelmäßig am Ende des Monats. Ich weiß, mit wie viel ich rechnen kann. Viele Selbstständige habe diese Gewissheit nicht.

Jetzt wirst du vielleicht denken: Hmm, mein Job ist aber nicht so toll und ich bin grad überhaupt nicht glücklich. Am liebsten würde ich alles hinschmeißen.

Mach es nicht. Nur, weil dein Job momentan nicht zu dir passt, musst du nicht alles hinschmeißen. Du kannst aktiv etwas daran ändern und glücklich werden. Und ich sage dir, wie du das schaffen kannst.

Wie du garantiert in deinem aktuellen Job glücklich wirst

Dein aktueller Job nervt dich und er macht dich nicht glücklich? Dann ändere es. Du allein bist dafür verantwortlich, dass es dir gut geht. Auch wenn der Job nicht momentan nervt.

Du schaffst das auch. Denn auch ich weiß, wie es war, in einem Job zu sein, der mich nicht glücklich gemacht hat. Aber es gibt Wege daraus. Raus aus diesen negativen Gedanken, die dein ganzes Leben beeinflussen.

1. Nehme es nicht persönlich

Alles, was auf der Arbeit passiert, hat in der Regel nichts mit deiner Person bzw. deiner Persönlichkeit zu tun. Du übst eine Position aus und in dieser Position wirst du auch gesehen. Daher solltest du auch Vorfälle nicht persönlich nehmen.

Deine Kollegen benehmen sich in deinen Augen daneben und maulen dich an, obwohl du ihnen nichts getan hast? Sie haben vielleicht einfach nur einen schlechten Tag oder wurden selbst unter Druck von ihrem Chef gesetzt. Nehme es nicht persönlich, wenn sie ihre schlechte Laune an dir auslassen.

Dieses Verhalten ist natürlich nicht ok, aber du kannst zumindest beruhigt sein, dass du nicht persönlich gemeint bist, auch wenn du die schlechte Laune deiner Kollegen abbekommst.

2. Arbeit ist Arbeit und Privatleben ist Privatleben

Gerade, wenn du aktuell genervt von deinem Job bist, ist es wichtig, wenn du einen klaren Schnitt zwischen Arbeit und Freizeit machst. Nur so kannst du von negativen Gedanken abschalten und dich dem Positiven öffnen. Sobald du also aus der Bürotür gehst, verbanne sämtliche Probleme und Gedanken an die Arbeit aus deinem Kopf. Sage dir bewusst STOPP und schließe damit den Tag ab.

Überlege dir ein Ritual, womit du deinen Arbeitstag offiziell für beendet erklärst. Das kann schon das einfache Wechseln deiner Kleidung sein. Ziehe dir etwas gemütliches an und signalisiere so deinem Unterbewusstsein, dass nun ein neuer Tagesabschnitt beginnt.

3. Du bist wichtig und du bist gut so wie du bist

Überlege dir jeden Tag, am besten morgens bevor du zur Arbeit gehst, was du tolles kannst, worin du besonders gut bist.

Du bist besonders gut darin, die besten Hotels für deinen Chef zu finden, ohne, dass diese das Budget sprengen? Toll! Lobe dich auch mal dafür. Erst recht dann, wenn es kein anderer macht und dein Chef das als selbstverständlich erachtet.

Oder du hast einen besonders gelungenen Brief formuliert? Dein Chef sieht aber die ganze Arbeit, die du damit hattest, nicht? Egal. Lobe dich selbst dafür. Entwickle ein Gespür dafür, wann du gute Arbeit geleistet hast und erkenne das für dich an.

Du brauchst keinen Chef oder sonst irgend jemand, der dir bestätigt, dass du gute Arbeit leistet. Das kannst du dir selbst bestätigen. Werde aufmerksam für die Dinge, die du gut machst und gebe dir selbst Anerkennung.

4. Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich umgibst

Oh, man, Mist. Du denkst an deinen nervenden Chef, deine blöde Kollegin, die ständig jammert und und und. Und du sollst der Durchschnitt dieser netten Zeitgenossen sein?

Eben.

Suche dir also positiv denkende Menschen, die dich inspirieren und lasse diejenigen links liegen, die dir nicht gut tun.

Ok, deinen Chef kannst du nicht wegzaubern, aber du kannst dich mit der netten Kollegin aus der anderen Abteilung anfreunden. Die ist immer so positiv eingestimmt und baut dich immer auf. Zum Beispiel…

In jeder Firma gibt es jemanden, den du mögen kannst und der auf deiner Wellenlänge liegt, der dich aufbaut und dir zuhört, wenn es dir schlecht geht. Suche dir solche Personen und halte dich in deren Gegenwart auf. Das wird dir helfen, deine Situation ebenfalls positiver zu sehen und deine negativen Gedanken verfliegen.

5. Suche dir ein Hobby

Hört sich banal an, ist es auch. Aber es hilft. Suche dir neben deiner Arbeit etwas, was dir Spaß macht, woraus du Energie ziehen kannst und was dich aufbaut. Das kann der Töpferkurs an der VHS sein, in dem du dich handwerklich austoben und etwas erschaffen kannst oder der Sprachkurs, den du schon lange machen wolltest.

Wie du einen Job findest, der dich glücklich macht

Jetzt haben wir also einen Notfallplan, um in unserem nicht ganz so geliebtem Job zu überleben. Aber hey, wir wollen ja mehr. Wir wollen glücklich sein in unserem 9to5 Job. Wir wollen einen Job, der uns erfüllt, den wir gerne machen.

Du möchtest wissen, wie du den findest? Dazu solltest du dir zunächst einmal Zeit nehmen. Du weißt ja, Veränderungen passieren nicht über Nacht, sondern brauchen Zeit.

Dann solltest du dir Gedanken machen, viele Gedanken. Über dich. Es ändert sich nämlich nichts, wenn du nichts änderst. Dazu gehört auch, dass du dein Leben ändern solltest. Du willst doch, dass sich etwas in deinem Leben ändert, oder? Also, spucke in die Hände und los geht’s.

Mein 5-Punkte Plan für deine Glückssuche

Lerne deine Werte und Bedürfnisse kennen

Was ist dir wichtig? Bist du ordnungsliebend? Oder fühlst du dich wohler, wenn das Chaos regiert? Brauchst du deine Ruhe oder blühst du erst bei viel Trubel auf?

Ich zum Beispiel hasse es, wenn mich jemand nett anlächelt, aber hinter meinem Rücken über  mich spricht. Ich kann besser mit offenen und ehrlichen Worten umgehen als mit vorgespielter Freundlichkeit. Lieber habe ich es, wenn mir jemand ins Gesicht sagt, dass ich eine blöde Kuh bin, als dass ich das von Dritten erfahre. Ich bin natürlich keine blöde Kuh. 😉 Das war ja nur ein Bespiel. Einer meiner Werte ist also Ehrlichkeit.

Ich brauche zum Beispiel auch Ruhe, ein Büro, in dem ich die Tür zu machen kann und mich keiner stören darf. Ständig von Trubel umgeben zu sein, ohne mich zurückziehen zu können, stresst mich zu sehr. Mein Bedürfnis ist also Ruhe.

Wie sieht’s mit dir aus? Sobald du weißt, welche Werte und Bedürfnisse du hast, weißt du auch, welcher Job zu dir passt.

Was willst du?

Überlege dir, was du eigentlich genau möchtest. Willst du in einem Unternehmen arbeiten, dass familiär ist oder in einem großen Konzern? Was passt zu dir? Stell dir die Frage, was du möchtest und nicht, was das Unternehmen möchte. Verbiege dich nicht, um jemandem zu gefallen und schon gar nicht einem Unternehmen. Das funktioniert nicht. Du wirst so nicht glücklich. Schreibe dir genau auf, was du haben möchtest.

Was kannst du?

Was zeichnet dich aus? Welche Stärken hast du? Was kannst du besonders gut? Schreibe dir eine Liste deiner Kompetenzen auf. Es ist einfacher, wenn du diese Aufgabe wirklich schriftlich machst und dir nicht nur Gedanken dazu machst. Die Gedanken verfliegen leicht. Das Geschriebene bleibt.

Was brauchst du?

Ich brauche ein Büro, im dem ich alleine arbeiten kann. Zum Beispiel… Das leitet sich nun von deinen Bedürfnissen ab, die du am Anfang erkannt und aufgeschrieben hast. Also, was brauchst du, um glücklich zu sein?

Wie sieht dein idealer Arbeitstag aus?

Jetzt darfst du einmal träumen. 🙂 Träume von deinem idealen Arbeitstag. Wie sehen deine Arbeitszeiten aus. Wann möchtest du morgens anfangen zu arbeiten? Wie weit musst du zu deiner Arbeitsstelle fahren? Wie kommst du da hin? Zu Fuß, mit dem Auto, mit der Bahn?

Wie sind dein Chef und deine Kollegen? Hast du einen älteren Chef oder möchtest du für einen jungen Chef arbeiten? Hast du viele Kollegen?

Es ist wichtig, dass du so konkret träumst wie du nur kannst. Male dir deinen absoluten Traumjob aus. Schreibe alles auf, was dir einfällt.

Und nun?

Jetzt hast du dir so viele Notizen gemacht. Jetzt weißt du, was dich glücklich macht und wie dein idealer Job sein muss. Jetzt darfst du jedoch nicht aufhören. Träume weiter. Stelle dir diesen idealen Job immer wieder vor. Nehme dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um an deinen idealen Job zu denken. Dein Unterbewusstsein wird sich mit diesen Gedanken identifizieren und sich darauf polen. So kannst du dir deinen Traumjob in dein Leben ziehen.

Ich kann dir nicht sagen, wann (ich bin ja kein Hellseher), aber umso konkreter du dich mit deinem idealen Job mental beschäftigt hast, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du deinen idealen Job findest. Den 100 % idealen Job wirst du wahrscheinlich nicht finden, aber einen, der nah rankommt.

Und wenn es trotzdem noch ein bisschen bei dir mit dem glücklich Sein hakt, dann lies meine 10 Tipps, um noch glücklicher zu werden.

Fazit

Lerne deine Bedürfnisse und Werte kennen und male dir deinen idealen Job in allen möglichen Farben aus. Umso konkreter du wirst und eine Idee von dem hast, was du möchtest, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das auch bekommst.

Also, werde glücklich in deinem 9to5 Job, du musst nicht den Weg in die Selbstständigkeit gehen. Wenn du das auch so siehst, dann like diesen Artikel und verbreite ihn.

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5 Kommentare


  1. Liebe Daniela,

    vielen lieben Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade und deinen schönen Beitrag. Auf den Lottogewinn warte ich auch, ich vergess allerdings immer zu spielen. Das wird also bei mir auch noch dauern.

    Du hast viele wichtige Punkte zusammengetragen und auch Punkte, über die ich so noch nicht nachgedacht habe. Etwa die Trennung von Arbeit und Frezeit. Tatsächlich ziehe ich mich daheim immer um, eher, weil die Katzen meine Bürokleider nicht vollhaaren sollen, aber es verleiht mir auch ein Freizeitgefühl.

    Schön, dass du so viele Tipps für die innere Suche an die Hand gibst, denn am Ende muss die Frage wohl wirklich jeder für sich selbst beantworten. Erschwerend kommt wohl sogar hinzu, dass die Antwort heute ganz anders aussehen kann als in einem Jahr. Weil die Fragen und Antworten auch immer eng mit den Umständen verknüpft sind. Sofern sie nicht mit dem Charakter zu tun haben, wie dem Bedürfnis nach einem geregelten Geldeingang und einer gefühlten Sicherheit.

    Viele liebe Grüße
    Tanja

    Antworten

    1. Liebe Tanja,

      vielen Dank für deine Worte und die Anregung zur Blockparade. Freut mich, dass ich dich auch inspirieren konnte. 😉

      Du hast recht, Menschen verändern sich ja immer wieder im Laufe ihres Lebens und daher ist es wichtig, die Richtung, in die man läuft zu überprüfen und ggf. anzupassen.

      Auf dass viele in ihr eigenes Leben investieren und ihr eigenes Ich-Projekt starten und so glücklicher werden. Dazu gibt es übrigens hier interessante Tools um vorwärts zu kommen. http://www.das-ich-projekt.de

      LG Daniela

      Antworten


  2. Ich finde, dass total super, dass du diesem Hinschmeißen, um die Welt reisen und damit glücklich sein, eine Gegenposition entgegen setzt.

    Ich bin zwar auch selbstständig und bekomme über das Internet sehr viele Buchungen, aber aus Erfahrung weiß ich: Nicht alle kommen mit so viel Selbst-verantwortung und auch Unsicherheit klar und möchten ein geregeltes und einfaches Leben, bei dem man sich nicht zu viel Sorgen machen muss. Schön, dass du die Vorteile auch mal herausstellst und somit für ein bisschen mehr Ausgeglichenheit sorgst. 😉

    Antworten

  3. Hallo liebe Edith,

    vielen Dank für deinen Kommentar. 🙂

    Jaaaaa, wir brauchen auch Menschen, die Spaß an ihrem Job (Angestellter oder Arbeiter) haben und nicht nur Selbstständige. Wenn wir alle selbstständig wären, dann würde es wohl bald niemand geben, der Autos baut, unsere Lebensmittel liefert oder unsere Kranken betreut. 😉

    Und es ist Zeit, dass unsere Unternehmen umdenken und ihre Mitarbeiter mehr Freiheiten bieten, so kann jeder ein Stück mehr glücklich werden.

    Liebe Grüße Daniela

    Antworten

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